Von der Bildröhre zum Flachbildschirm, von normaler Auflösung zu High Definition – in den vergangenen Jahren hat der Fernseher eine rasante Entwicklung vollzogen. Doch nicht nur die technische Ausstattung der Geräte ist besser geworden, auch in Sachen Energieeffizienz und Umweltschutz hat sich einiges getan. Nicht zuletzt ist dies der europäischen Ökodesign-Richtlinie zu verdanken. Die Richtlinie 2009/125/EG regelt, welche Anforderungen im Bereich der Energieeffizienz energieverbrauchsrelevante Produkte erfüllen müssen.
Nach der Durchführungsverordnung (EG) Nr. 624/2009 soll der Energieverbrauch von Fernsehgeräten bis 2012 schrittweise abgesenkt werden. Am 20. August 2010 tritt eine weitere Stufe in Kraft. Sie beinhaltet eine ganze Reihe von neuen Regelungen. So gelten neue Grenzwerte für die Leistungsaufnahme des Fernsehapparats im Ein-Zustand. Außerdem werden bei Geräten mit einem obligatorischen Menü ein „Heim-Zustand“ als Standard-Einstellung und eine Spitzenluminanz in dieser Einstellung von mindestens 65 % im Verhältnis zur Spitzenluminanz bei maximaler Helligkeit gefordert. Bei Fernsehern ohne obligatorisches Menü gilt dies für den Auslieferungszustand des Geräts. Auf einer frei zugänglichen Internetseite müssen wichtige Informationen zu Energieverbrauch, Spitzenluminanz und Schadstoffgehalt abrufbar sein. Die Regelungen gelten, ohne dass eine weitere Verordnung in Kraft treten muss.
Um die Vorgaben zu erfüllen, sind die Hersteller auf genaue Messungen schon während der Entwicklungsphase angewiesen. Das unabhängige VDE-Institut unterstützt sie dabei mit technischem Know-how und modernen Prüflabors. Auch die deutsche Marktaufsicht greift bei der Kontrolle der Produkte auf das Expertenwissen und die Messeinrichtungen des VDE-Instituts zurück.
Die Kunden des VDE-Instituts wissen um die hohe Zuverlässigkeit der Prüfungen und vertrauen auf die langjährige Erfahrung der VDE-Experten. Viele Unternehmen der Unterhaltungssparte setzen bei der Begutachtung ihrer Geräte auf die Kompetenz des VDE-Instituts. So hat Samsung seine LED-Fernseher im VDE-Institut nach den Vorgaben der Ökodesign-Richtlinie testen lassen, mit dem Ergebnis, dass sogar schon die endgültigen Grenzwerte der Durchführungsverordnung, die erst ab 2012 bindend sind, eingehalten werden.
Das Angebot des VDE-Instituts geht weit über die Energieeffizienzmessungen hinaus. Geprüft werden auch die Sicherheit, elektromagnetische Verträglichkeit und Gebrauchstauglichkeit von der Komponente bis zum fertigen Gerät.